Faure Gnassingbé

Faure Essozimna Gnassingbé (* 6. Juni 1966 in Afagnan) ist ein Politiker aus der Republik Togo und der amtierende PrÀsident.
Faure Essozimna GnassingbĂ© (* 6. Juni 1966 in Afagnan) ist ein Politiker aus der Republik Togo und der amtierende PrĂ€sident. GnassingbĂ© war vom 5. bis 25. Februar 2005 PrĂ€sident des Landes, musste jedoch auf massiven internationalen Druck zurĂŒcktreten. Am 26. April 2005 gewann er laut offiziellem Wahlergebnis die erneute PrĂ€sidentenwahl mit ĂŒber 60 % der Stimmen. Die Opposition wirft ihm dabei massiven Wahlbetrug vor. Das Wahlergebnis wurde allerdings Anfang Mai vom Obersten Gerichtshof Togos bestĂ€tigt und GnassingbĂ© wurde am 4. Mai 2005 offiziell als PrĂ€sident vereidigt.
Leben
Er ist der Sohn des langjÀhrigen StaatsprÀsidenten Gnassingbé Eyadéma und das einzige von etwa 50 Kindern, das in die Politik ging. Gnassingbé war als Vertreter des Wahlkreises Sokodé Abgeordneter im togoischen Parlament.
Gnassingbé besuchte die höheren Schulen in Lomé. Nach einem Studium an der Dauphine in Paris (Business Management) studierte er in den USA an der Washington University und beendete dort seine Ausbildung mit einem Master of Business Administration. Danach diente er unter seinem Vater in verschiedenen Funktionen der Staatsverwaltung.
Seinen politischen Durchbruch erzielte Gnassingbé mit zwei Wahlsiegen im Wahlkreis Blitta anlÀsslich der Parlamentswahlen von 1999 und 2002; letztere wurden von der Opposition boykottiert.
Seit dem 29. Juni 2003 war er im Kabinett von Koffi Sama Minister fĂŒr öffentliche Einrichtungen, Bergbau, Post und Telekommunikation.
MachtĂŒbernahme im Februar 2005
Nach dem Tod seines Vaters GnassingbĂ© EyadĂ©ma am 5. Februar 2005 wurde er noch am selben Tag zu seinem Nachfolger ausgerufen. Angesichts des schlechten Gesundheitszustands seines Vaters war seit lĂ€ngerem die baldige MachtĂŒbergabe an GnassingbĂ© erwartet worden. Im Dezember 2002 verfĂŒgte GnassingbĂ© EyadĂ©ma eine Erweiterung der Verfassung des Landes, mit der das Mindestalter fĂŒr das Amt des StaatsprĂ€sidenten von 45 Jahren auf 35 Jahre herabgesetzt wurde.
GemÀà der togoischen Verfassung wĂ€re die kommissarische FĂŒhrung der AmtsgeschĂ€fte dem PrĂ€sidenten der Nationalversammlung FambarĂ© Ouattara vom regierenden Rassemblement du peuple togolais (RPT) zugefallen. Innerhalb der folgenden 60 Tage hĂ€tten Wahlen stattfinden mĂŒssen. Da dieser sich zum Zeitpunkt des Todes von GnassingbĂ© EyadĂ©ma in Frankreich aufhielt und nicht rechtzeitig zurĂŒckkehren konnte, weil die Armee die Grenzen geschlossen hatte, nutzte die togoische Armee das Machtvakuum und betraute Faure GnassingbĂ© mit dem Amt des PrĂ€sidenten, um die StabilitĂ€t des Landes zu sichern.
Die Afrikanische Union und die EuropĂ€ische Union protestierten inzwischen gegen die unrechtmĂ€Ăige MachtĂŒbernahme und sahen darin Anzeichen fĂŒr einen MilitĂ€rputsch. Frankreich forderte die Respektierung der Verfassung. Jedenfalls stellte GnassingbĂ©s Ernennung zum PrĂ€sidenten einen Verfassungsbruch dar, die Opposition sprach von einem Staatsstreich.
Ende Februar 2005 trat Faure GnassingbĂ© nach dem anhaltenden internationalen Druck zurĂŒck. Die UNO begrĂŒĂte diesen Schritt. Am 24. April 2005 fanden PrĂ€sidentschaftswahlen statt, die Faure GnassingbĂ© gewann. Er wurde erneut als PrĂ€sident vereidigt. Die Opposition wirft den Wahlen massiven Wahlbetrug vor.
Popularity: 2% [?]






