Goethe-Institut in Afrika in Brand gesteckt
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Wenige Tage nach der umstrittenen Wahl des PrĂ€sidentensohns FaurĂ© GnassingbĂ© zum neuen Staatschef von Togo haben bewaffnete Jugendliche das Goethe-Institut in der Hauptstadt LomĂ© verwĂŒstet.
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HB LOMĂ. Die Angreifer legten am frĂŒhen Freitag im Erdgeschoss des GebĂ€udes Feuer, unter anderem brannte die Bibliothek völlig aus. Der Schaden wird auf 300 000 Euro geschĂ€tzt. Menschen wurden nicht verletzt, teilte eine Institutssprecherin in MĂŒnchen mit.
Ăber die Motive der Angreifer kann nur spekuliert werden. Möglicherweise wollten sie sich dafĂŒr rĂ€chen, dass die deutsche Botschaft dem am Sonntag entlassenen togolesischen Innenminister Zuflucht gewĂ€hrt hat. Er hatte im Vorfeld der Wahl vor blutigen Ausschreitungen gewarnt und die Verlegung des Wahltermins gefordert.
Unterdessen bleibt die Lage im Land weiter gespannt. Die Opposition weigert sich, das Ergebnis der PrĂ€sidentenwahl anzuerkennen, und erklĂ€rte ihren Kandidaten Bob Akitani zum Wahlsieger. Viele GeschĂ€fte seien noch geschlossen, die meisten Hilfsorganisationen hĂ€tten ihre Mitarbeiter auĂer Landes gebracht, berichtete ein Augenzeuge. Vereinzelt seien HĂ€user von Franzosen angegriffen worden. In einigen Viertel gebe es noch Barrikaden aus brennenden Autoreifen.
Das GebĂ€ude des Goethe-Instituts in LomĂ© war erst vor einem halben Jahr nach einer Renovierung wieder eröffnet worden. Unter den 13 Mitarbeitern sind zwei Entsandte aus Deutschland. Auf Grund der Unruhen richtete das AuswĂ€rtige Amt einen Krisenstab unter Leitung von StaatssekretĂ€r JĂŒrgen Chrobog ein. Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich weniger als 300 Deutsche dauerhaft in der ehemaligen deutschen Kolonie aufhalten.
Quelle: http://www.handelsblatt.com
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