Heiße Rhythmen animieren zum Tanzen
Bonndorf (afr) Lebenslust, Freude und sonnige Gefühle, trotz noch winterlicher Temperaturen draußen, zauberten die Reggae-Musiker von Nyabinghia am Freitagabend auf Einladung des Folktreffs ins Foyer der Stadthalle. Die Veranstalter unterstützten mit passendem Cuba Libre an der Bar und so gelang es der Gruppe auf Anhieb, sich mit ihrer authentischen Reggae-Musik direkt in die Herzen der Gäste zu spielen.
Von Anfang an wippten und tanzten sie mit, ganz dem Bandmotto entsprechend, „vergesst eure Sorgen und tanzt“.
Der in Togo geborenen Sänger und Gitarristen Senah Gbessaya alias „Iron Leo“ gründete Nyabinghia 2004. Mit dabei sind Kay Wegner (Keyboard, Gesang), Andreas Jessat (Bass) und am Schlagzeug der Brasilianer Tito Araújo.
Die vier sind absolut souveräne Vollblutmusiker und „Showman“ Leo spielte seine E-Gitarre zeitweise sogar mit den Zähnen. Coversongs des Band-Idols Bob Marley wie „Exodus“, „No woman, no cry“, „I shot the Sheriff“ gehörten genauso zum Repertoire wie eingängige Eigenkompositionen. Die Songs handeln von den typischen Rastafari-Themen wie Freiheit, Unabhängigkeit, Toleranz und Frieden. Viele der eigenen Lieder stammen aus der aktuellen CD „Dreams Reloaded“ und beweisen, dass Reggae keine Sprachgrenzen hat, das funktioniert in afrikanischer, englischer, französischer und deutscher Sprache. Als Reggae klingt selbst ein Titel wie „Regentropfen“ nach Sonne. Einige Lieder, wie „Rebel in Zion“ oder „Torpido“ sind unverkennbar vom Ska Rhythmus geprägt, der seinen Ursprung übrigens nicht in England sondern in Jamaika hat. Die Jungs von „Nyabinghia“ wirkten keine Minute müde, hüpften, tanzten, strahlten unentwegt und zum Abschluss überraschten sie noch mit ihrer ganz eigenen Interpretation des Jimi-Hendrix-Klassikers „Hey Joe“. Als Zugabe zelebrierte die Band „Are you ready“ und bezog das Publikum ein. Mit ihrem Konzert ist es der Band gelungen für zweieinhalb Stunden Lebensfreude nach Bonndorf zu holen.
Quelle: suedkurier.de
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