Opposition erklärt sich zum Sieger der Präsidentenwahl in Togo

Oppositionskandidat Jean-Pierre Fabre erklärte sich zum Wahlsieger der Präsidentenwahl in Togo. Foto: AP
Lome – Bei der Präsidentenwahl im westafrikanischen Togo hat die Opposition den Sieg für sich beansprucht. Seine Partei Union der Kräfte für einen Wechsel liege in eigenen ersten Auszählungen klar in Führung, sagte der Oppositionskandidat Jean-Pierre Fabre am Freitag: „Wir folgern daraus, dass wir die Präsidentenwahl vom 4. März 2010 gewonnen haben.“ Zugleich warf er der Regierung vor, das Wahlergebnis manipulieren zu wollen.
Zahlreiche Anhänger der Opposition versammelten sich in Lome und drohten mit massiven Protesten. Die Menge rief: „Wechsel oder Tod!“ Die Wahlkommission räumte am Freitagabend ein, dass die Technik zur Übermittlung der Wahlergebnisse nicht korrekt funktioniere. Deshalb sollen nun die Leiter der landesweit 35 Wahlbezirke in die Hauptstadt kommen.
Am Donnerstag waren 3,2 Millionen registrierte Wähler aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1960 hat es in Togo noch keine Wahl gegeben, die unumstritten als frei und fair galt.
Amtsinhaber Faure Gnassingbe hofft auf seine Wiederwahl. Der Sohn des ein halbes Jahrhundert das Land regierenden Diktators Eyadama Gnassingbe ergriff wenige Stunden nach dessen Tod im Februar 2005 mit einem Militärputsch die Macht. Er trat nach dem Putsch zurück und gewann eine Präsidentenwahl, bei der es massiven Betrug gegeben haben soll. (apn)
Quelle: tt.com
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