Prominente Ditzinger für Afrika

Strahlende Gesichter: Robin Dutt (von links), OB Makurath und Thomas D. präsentieren zwei „big shoes“. Bild: Cathrin Müller

Strahlende Gesichter: Robin Dutt (von links), OB Makurath und Thomas D. präsentieren zwei „big shoes“. Bild: Cathrin Müller

Das Ziel ist ehrgeizig, aber machbar: Mindestens 8000 Euro will die Stadt Ditzingen für das Projekt „Wir helfen Afrika“ sammeln. Damit soll bis zur Fußballweltmeisterschaft eine Operation für ein afrikanisches Kind ermöglicht werden. Es gibt prominente Unterstützung: Der Trainer des SC Freiburg, Robin Dutt, und Thomas D., Sänger der Fantastischen Vier, sind die zwei Ditzinger Stadtpaten.

Das Hilfsprojekt und seine zwei Paten stellte die Stadt gestern vor. „Ich bin ein Ditzinger“, verkündete Thomas D. mit englischem Akzent in Anspielung auf John F. Kennedy. Der Sänger ist auch heute noch fest mit Ditzingen verwurzelt. Gleiches gilt für Robin Dutt, der zwar in Köln geboren, aber zum Teil in Ditzingen aufgewachsen ist. Von 1999 an trainierte er ein Jahr lang die zweite Mannschaft des TSF Ditzingen, dann war er dort Cheftrainer der ersten Mannschaft. Nun trainiert er den SC.
Kein Wunder also, dass beide zusagten, als Oberbürgermeister Michael Makurath sie als Paten für die Stadt Ditzingen für das Hilfsprojekt „Wir helfen Afrika“ zur Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gewinnen wollte. „Es ist sehr wichtig, sich zu engagieren“, so Dutt, „und immerhin geht es hier um Fußball“, sagte er und grinste. „Und der Dank später – es kommt so unglaublich viel zurück“, meinte Thomas D.
Wie ernst die Paten es meinten, machten sie sofort deutlich: Etwa 3200 Euro befanden sich aus bereits stattgefundenen Aktionen auf dem Spendenkonto der Stadt Ditzingen. Thomas D. stockte den Betrag auf 5000 Euro auf, Robin Dutt nochmals um 1800 Euro. 1000 Euro spendeten auch die Eltern von Thomas D., die gestern ebenfalls mit dabei waren.
Insgesamt beteiligen sich 32 Städte an dem Projekt. Jede von ihnen will 8000 Euro für die Operation eines Kindes in Afrika sammeln. „Das ist für uns die untere Kante, unser Ehrgeiz ist grenzenlos“, erklärte Makurath. In den kommenden Wochen seien weitere Aktionen geplant, auch wolle man auf Wirtschaftsunternehmen sowie Schulen und Kindergärten zugehen, sagte der städtische Pressesprecher Guido Braun.

Operiert werden die Kinder von einem deutsch-afrikanischen Ärzteteam. Meist handelt es sich dabei um chirurgische Eingriffe, erklärte Andreas Söntgerath, der Geschäftsführer des Hilfsprojekts. 32 Kindern, etwa mit Verbrennungen oder Lippen-Gaumen-Spaltungen, soll so geholfen werden. Die erste Operation ist für Mai geplant und alle sollen bis zum Beginn der Weltmeisterschaft abgeschlossen sein.
Die übrigen Spenden sollen in nachhaltige Projekte in Afrika investiert werden. Auch die Stadt Ditzingen prüft derzeit Kontakte mit dem schwarzen Kontinent für weitere Hilfsprojekte. Als Symbol für das Projekt bekommt jede der 32 Städte einen „big shoe“, einen großen Schuh, in der Farbe seines Partnerlandes. Jeder Schuh ist ein Unikat und hat einen Wert von 1200 Euro. Mit vielen Unterschriften versehen soll er am Ende versteigert werden. Ditzingens „big shoe“ trägt die Farben Ghanas – seines Partnerlandes – und inzwischen auch schon einige Unterschriften.
Die Teilnahme der Stadt ist dem Ehepaar Heide und Joachim Winand zu verdanken. Sie machten den Oberbürgermeister auf das Projekt aufmerksam. Beide haben mit ihrem Engagement bereits großen Anteil an der Summe auf dem Ditzinger Spendenkonto.
Weitere Infos telefonisch bei der Stadt Ditzingen unter (0 71 56) 16 43 33 oder im Internet unter

Birgit Kalbacher
Quelle: http://www.lkz.de

» www.ditzingen.de

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